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Publicações Técnicas
Hangen, Dipl.-Ing. H. | Detert, Dr.-Ing. O. | Alexiew, Dr.-Ing. D.

Geokunststoffbewehrte Bodenkörper auf vertikalen Traggliedern: Erfahrungen beim Bau der Nationalstraße N21 0, Niederlande

Resumo

ln 2006 entschied sich die Provinz "Süd Holland" den Neubau der Nationalstraße N 210 zwischen den Orten Krimpen a/d IJssel und Bergambacht in den Niederlanden in Form eines s.g. DCM-Vertrages (design, construction und maintenance) durchzuführen. Der ca. 14 km lange Bauabschnitt verläuft über geotechnisch ungünstigen, primär organischen Weichschichten mit einer Mächtigkeit von durchschnittlich 15 m. Aus diesem Grund wurde entschieden, die Straße als einen geokunststoffbewehrten Damm auf vertikalen Traggliedern auszuführen. Als Ergebnis einer umfangreichen Variantenstudie wurden die vertikalen Tragglieder in Form von Fertigbetonrammpfählen mit Pfahlkopfplatten ausgeführt. Zur Überbrückung der Pfahlzwischenräume wurden sowohl quer als auch längs der Straßenachse hochzugfeste Geokunststoffbewehrungen verlegt. Im Sommer 2007 wurde mit dem Bau eines 50 m ·langen Testdammes begonnen. Veranlassung für die Ausführung eines solchen in zwei Querschnitten umfangreich instrumentierten Dammes waren einerseits baupraktische Aspekte, zum Anderen sollten die im Zuge der Bemessung gemachten Annahmen zum Tragverhalten der Konstruktion im Feldversuch verifiziert werden. Im Rahmen der Qualitätssicherung wird die Datenerfassung mindestens für die Zeit der vertraglichen Unterhaltsdauer von 20 Jahren weitergeführt werden.

Neben der Publikation von baupraktischen Erfahrungen soll diese Veröffentlichung insbesondere zum weiteren Verständnis des Tragverhaltens derartiger Konstruktion beitragen. Hierzu werden aktuelle Messergebnisse mit den Ergebnissen der analytischen Berechnungen verglichen.

Conclusão

Der Bau der Nationalstraße N21 0 zwischen Krimpen a/d ljssel und Bergambacht in den Niederlanden ist eine interessante Herausforderung_ Der vorliegende Aufsatz zeigt, dass neuartige Bauvertragsformen, wie s.g. DCM-Verträge die Verwirklichung innovativer Bauweisen auch in Großprojekten ermöglichen. Die Durchführung eines Feldversuches mit eingehender messtechnischer Begleitung im späteren Baufeld war wichtig, um Bauprozesse zu optimieren und die Gebrauchstauglichkeit der Konstruktion in der Praxis zu verifizieren. Ferner bieten bereits die zum jetzigen Zeitpunkt vorliegenden Messergebnisse eine weitere Basis für die aktuellen Diskussionen über optimierte Berechnungsmodelle für derartige Systeme. Die Auswertung der zum jetzigen Zeitpunkt vorliegenden Messergebnisse bestätigt die Erwartungen an ein verformungsarmes Gründungsverfahren. Aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Dokumentation und Qualitätssicherung wird die Datenerfassung über einen langen Zeitraum von wenigsten 20 Jahren weitergeführt.