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Brasil
Publicações Técnicas

Entwicklung, Wirkungsweise und Installation eines aktiven Wandsystems für Geogiterbewehrte Wände

Resumo

Bei der vorzustellende Facingvariante werden großflächige Betonfertigteile und Geokunststoffe über ein Verbindungsglied miteinander verbunden. Die Betonfertigteile werden somit aktiv durch den Erddruck belastet und müssen diesen und die zusätzlichen Einwirkungen der Konstruktion und des Verkehrs abtragen. Ein Fokus bei der Entwicklung des neuen Facingsystems lag auf dem Entwurf einer funktionalen und sicheren Verbindung der Betonfertigteile mit dem Geogitter, die eine schadfreie sowie sichere Übertragung der wirkenden Belastungen aus dem Betonfertigteiln in die Geogitter ermöglicht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erarbeitung einer Nachweismethode für die Standsicherheit der gesamten  kunststoffbewehrten Konstruktion und der Sicherheit der Verbindungselemente sowie der Betonfertigteile unter der gegebenen Belastung. Des Weiteren wird der Einbauprozess beschrieben, der durch Einbauhilfen und -sicherungen unterstützt wird.

Conclusão

Hinsichtlich einer Anwendung für großflächige Bauwerke wie Brückenwiderlager, Flügel - oder Lärmschutzwände wurde eine neue Variante der Kunststoffbewehrten Erde entwickelt. Bei dieser Variante handelt es sich um eine Optimierung des aktiven Wandsystems, bei dem die als Frontelemente verwendeten Fertigbetonplatten mit der Geogitterbewehrung verbunden werden. Da sie durch dieseVerbindung durch den Erddruck belastet werden, tragen sie aktiv am Lastabtrag der entstehenden Lasten bei. Das optimierte  Verbindungselement, welches hier detailliert beschrieben wurde, verbindet die Betonfertigteile und das Geogitter über einen Steckmechanismus, welcher während des Baus der Kunststoffbewehrten Erde aus einem Stahlrohr, dem Geogitter, Stahlbügeln und einem kleinen Stahlbolzen vor Ort zusammengesetzt wird. Die daraus resultierenden Vorteile bezüglich der Dauerhaftigkeit und der Qualitätssicherung während des Transportes und der gesamten Lebensdauer der Konstruktion wurden erläutert. Außerdem wurde dargelegt, dass das Verbindungselement eine vertikale Verschiebung des Anschlusspunktes zur Reduzierung der Setzungsempfindlichkeit des gesaten Systems erlaubt. Die Geogitter werden in dieser Bauweise einem großen Lagenbestand angeordnet, was die Installationsdauer reduziert. Des Weiteren wird der Einbau durch die Transporthilfen und die Stützkonstruktionen gesichert, vereinfacht und beschleunigt. Es wurden bereits zwei Brückenwiderlager in den Niederlanden in dieser Bauweise errichtet, deren geotechnischen Nachweise mit Hilfe verschiedener analytischer und numerischer Verfahren wie oben beschrieben geführt wurde. Die tatsächlich gemessenen Verformungen unterschreiten die zuvor ermittelten Vorformungen.