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Brasil
Publicações Técnicas
Alexiew, Dr.-Ing. D.

Belastungsversuche an einem 1:1 Modell eines geogitterbewehrten Brückenwiderlagers

Resumo

Die Sicherung von Geländesprüngen mit Böschungen und Wänden aus geokunststoffbewehrter Erde hat sich in den letzten Jahren als Bauweise in Europa etabliert. Die Lösung verbindet mehrere Vorteile: Sie ist kostengünstig, lässt sich sehr gut an die Landschaft, an die gewollte Funktion und an geometrische Gegebenheiten anpassen. Höhe und Belastbarkeit sind praktisch kaum begrenzt, die Bautechnik ist einfach und fast witterungsunabhängig, die breite Palette von Geokunststoffbewehrungen erlaubt eine Optimierung. Solche Systeme wurden inzwischen unter Straßen und Eisenbahnlinien weltweit aber auch vielfach in Deutschland mit gutem Erfolg verwendet. Es war zu erwarten, dass man dann den nächsten Schritt macht und mit der geokunststoffbewehrten Erde (KBE) in einen "exklusiven" konstruktiven Bereich "vordringt", nämlich in den Brückenbau, genauer gesagt in den Bereich der Brückenwiderlager. Hierbei handelt es sich um schwerbelastete Bauwerke mit sehr hohen Anforderungen sowohl an die Tragfähigkeit, wie auch an Verformungen jeglicher Art. Was die Situation nicht einfacher machte und macht ist, dass solche Bauwerke fachlich einen Schnittpunkt von klassischen Konstruktionen (sprich Stahlbeton), Brückenbau, Bodenmechanik, Grundbau und dem darstellt, was man heute ab und zu "geosynthetic engineering" nennt, mit allen entsprechenden, z.T. unterschiedlichen Denkweisen, Traditionen, Erfahrungen und Hintergründen.

Conclusão

Die vorgestellten Versuche an emem geogitterbewehrten Bodenpaket als "echtes" Brückenwiderlager unter einer Auflagerbank sollten keinen allseitigen detaillierten wissenschaftlichen Analysen dienen. Es ging vielmehr darum, aus praktischer Sicht Systemverformungsverhalten und Tragfähigkeitsressourcen in einer praxisrelevanten Konstellation nach dem Motto "wir wollen es wissen" zu testen. Die Nutzung eines vorhandenen Aufbaus nach Modifizierung hatte zeitliche und finanzielle Vorteile, brachte aber auch Begrenzungen und Mankos mit sich (Abschnitt 3.2), unter anderem, dass man mit der bekannten, eher bescheidenen Verdichtung im oberen Bereich und mit einer etwaigen Auflockerung der Front durch die fiir andere Zwecke gelaufenen Versuche leben musste. Die dargestellten Versuche sind noch ziemlich frisch; die folgenden Zeilen sind eine erste, eher unvollständige Zusammenfassung, aber das Wichtigste kann man bereits erkennen und umsetzen.