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Publicações Técnicas

Geotextile Container und Schläuche zur Entwässerung von Schlämmen: Funktionsprinzip - Abdichtungsmaßnahmen - Anwendungsmöglichkeiten

Resumo

Nassgebaggerte Sedimente oder Schlämme bereiten Probleme sowohl im Hinblick auf den Transport (u. a. thixotropes Verhalten) als auch der stofflichen Verwertung, falls eine Schadstoffbelastung durch z. B. TBT oder Schwermetalle die unbedenkliche Weiterverwendung nicht ermöglichen. Die Verwertung kann sich gemäß LAGA [10] über die Verwendung in bodenähnlichen Anwendungen, den eingeschränkten Einbau in technischen Bauwerken bis hin zur erforderlichen Deponierung erstrecken. Im Sinne der Deponieverordnung [5] fallen Baggergut und Schlämme aus industriellen Prozessen in die Kategorie des Straßenaufbruchs sowie der mineralischen Abfälle, bezeichnet als spezifische Massenabfälle. Vor allem bei feinkörnigem Baggergut mit höheren organischen Anteilen gestaltet sich die Zuordnung zu dieser Kategorie als schwierig. Die geringe Scherfestigkeit von Baggergut bei hohem Wassergehalt und der hohe organische Anteil kollidieren mit elementaren Zuordnungskriterien für Deponien. Die geringe Scherfestigkeit verringert die mechanische Stabilität der Deponiekörper.

Die organischen Bestandteile unterliegen grundsätzlich biologischen und chemischen Abbauvorgängen, die zu Emissionen und nachträglichen Setzungen im Deponiekörper führen können. Eine Behandlung des Baggergutes oder auch von industriellen Schlämmen zur Verringerung des Volumens, Erleichterung der Handhabung und Begünstigung der Beseitigung ist somit nicht nur im Sinne der Deponieverordnung erstrebenswert bzw. erforderlich, sondern ebenfalls im Sinne der unbedenklichen stofflichen Verwendung in technischen Bauwerken. Für Schlämme bzw. Suspensionen mit geringen Feststoffgehalten besteht der erste Schritt dieses Behandlungsprozesses in der Regel aus der Reduktion des Wassergehaltes, der eine Klassifizierung des entwässerten Materials nachfolgt. Zu der Entwässerung des Materials existieren bewährte herkömmliche mechanische Verfahren, wie z. B. die Entwässerung mittels Siebbandpressen, Kammerfilterpressen oder Zentrifugen. Als Alternative zu diesen kostenintensiven Methoden bietet sich an, die Entwässerung der feinkörnigen Schlämme unter Verwendung von geotextilen Filterschläuchen (siehe Abbildung 1) durchzuführen. Die Anfänge dieser innovativen Technik reichen zurück bis in die Mitte der neunziger Jahre

Conclusão

Das Verfahren der Entwässerung von Schlämmen mit feinkörnigen organischen und mineralischen Bestandteilen mittels geotextiler Filterschläuche ist im Begriff sich am Markt zu etablieren. Die Umsetzung einer derartigen Maßnahme erfordert ein professionelles Zusammenwirken mehrerer unterschiedlicher Fachdisziplinen. Dennoch liegen in der Flexibilität, Kapazität und Kosteneffizienz des Verfahrens wesentliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Systemen. Das mögliche Anwendungsspektrum der Entwässerungsschläuche gestaltet sich unglaublich breit.